Projekte der Fachgruppe
 

Projekt Umsetzung der klinischen Pharmazie an den Universitäten 

Der Vorstand der Fachgruppe hat im Frühjahr/Sommer 2009 alle pharmazeutischen Institute angeschrieben und zum Stand der Etablierung des Fachs Klinische Pharmazie befragt. Die Ergebnisse wurden in der Pharmazeutischen Zeitung veröffentlicht. Der Artikel finden Sie unter folgendem Link:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31774&type=0

Die Umfrage wurde auch in einem Editorial kommentiert: 
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31792&type=0

 

 

Projekt Arzneimittelinteraktionen

Im Rahmen der Behandlung eines Patienten besteht die Verpflichtung, mögliche Arzneimittelinteraktionen zu vermeiden oder bestehende Interaktionen rechtzeitig zu erkennen und deren Bedeutung für den Patienten abzuschätzen. Der Apotheker kann hierbei dem Arzt beratend zur Seite stehen und damit helfen, die Arzneimittelsicherheit für den Patienten zu erhöhen. Prinzipiell lassen sich zwei Vorgehensweisen für die Etablierung und Durchführung einer Interaktionsberatung durch den Apotheker unterscheiden. Beide Verfahren müssen sich dabei nicht gegenseitig ausschließen.

Bei dem interaktionsbezogenen Vorgehen werden bestimmte Arzneimittelinteraktionen im voraus definiert, und es wird anschließend untersucht, ob diese in der Praxis auftreten. In diesem Zusammenhang können Arzneimittelverbrauch und die Messung bestimmter Laborparameter (Quickwert, TDM von interaktionsrelevanten Arzneistoffen) herangezogen werden, um hierüber Erkenntnisse zu gewinnen. Das interaktionsbezogene Vorgehen eignet sich vor allem dafür, wichtige immer wiederkehrende Wechselwirkungen zu erkennen, um sie zukünftig zu vermeiden oder therapeutisch beachten zu können.

Eine andere Möglichkeit besteht in der patientenbezogenen Vorgehensweise. Hierbei erfolgt, eine kontinuierliche oder konsiliarische pharmazeutische Betreuung durch einen Apotheker, der Arzneimittelanamnesen durchführt und auf Interaktionen hin bearbeitet.

Im Rahmen des Projekts "Arzneimittelinteraktionen" der AG Klinische Pharmazie soll indikationsbezogen vorgegangen werden. Es soll untersucht werden, inwieweit in den sich beteiligenden Kliniken Interaktionen der folgenden Arzneistoffe untereinander und insbesondere auch mit weiteren Interaktionspartnern auftreten:

  • Phenprocoumon

  • Theophyllin
     

Mit Hilfe eines gemeinsam zu erarbeitenden Untersuchungsbogens sollen die aufgetretenen Interaktionen erfasst werden. Die dabei zu erfassenden klinischen Parameter (Symptomatik, Laborwerte etc.) müssen entsprechend dem Interaktionsproblem ausgewählt werden.

Die Auswertung soll Ergebnisse über die Häufigkeit der bestimmten Interaktionen, evtl. nach Fachrichtungen aufgegliedert aufzeigen. Auch sollen Aussagen zur klinischen Relevanz gemacht werden. Hierfür soll das Interaktionsproblem von ausgewählten Fachleuten (Mediziner, Apotheker, Hochschullehrer) mit einem Score-Wert beurteilt werden.

Die Untersuchung könnte damit Daten zu Häufigkeit und Schweregrad ausgewählter Interaktionen generieren und auf diese Weise wissenschaftlich gestützte Argumente für die Durchführung von Maßnahmen zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit (Arzneimittelanamnesen) liefern.

Interessenten für diese Projekt benötigen als Voraussetzung die Bereitschaft und Möglichkeit der qualifizierten, regelmäßigen Datenerhebung auf ausgewählten Stationen ihrer Klinik.

Kontaktadresse:
Dr. Jörg Brüggmann,
Apotheke des Unfallkrankenhaus Berlin,
Warenerstrasse 7,
12883 Berlin
Tel. 030/5681-1501
Fax 030/ 5681-1503
Email JoergBr@UKB.de